Stipendien und Preis der Bruns-Stiftung 2018

Die Dres. Jutta & Georg Bruns-Stiftung, deren Ziel die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf den verschiedenen Gebieten der Veterinärmedizin insbesondere mit kreativen und interdisziplinären Denkansätzen ist, unterstützt in diesem Jahr folgende Projekte:

Mit dem Förderpreis der Dres. Jutta und Georg Bruns-Stiftung für innovative Veterinärmedizin wurden in diesem Jahr zwei Wissenschaftlerinnen ausgezeichnet, die jeweils die volle Dotierung von 3.000 Euro erhalten.

Die Preise wurden anlässlich des DVG-Vet-Congresses im Oktober, durch Prof.Dr.Dr.h.c.mult. Hartwig Bostedt,
Vorsitzender des Stiftungerates, in Berlin überreicht. Laudatio 

Dr. Kristina Dietert, PhD (Institut für Tierpathologie der Freien Universität Berlin) erhält den Preis für ihre hervorragenden Leistungen in der Gesamtheit, insbesondere aber auf dem Gebiet der digitalen Bildanalysetechniken in der Pathologie. Frau Dr. Dietert hat bei der präzisen Quantifizierung von geweblichen Veränderungen, besonders in der feingeweblichen Analyse, neue fundamentale Lösungsansätze durch ihre innovativen digitalen Bildanalysetechniken entwickelt und bereits mehrfach erfolgreich in der wissenschaftlichen Gemeinschaft etabliert.

Ebenfalls mit dem Dres. Jutta und Georg Bruns-Preis 2018 wird Dr. Andrea Feßler, PhD (Zentrum für Infektionsmedizin, Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen der Freien Universität Berlin) ausgezeichnet. Sie erhält den Preis für ihre exzellenten wissenschaftlichen Leistungen u. a. auf dem Gebiet der Antibiotikaresistenz (v. a. Staphyolococcus) und der Empfindlichkeitsprüfung bakterieller Erreger gegenüber Bioziden sowie gegenüber antimikrobiellen Peptiden. Frau Dr. Feßler ist eine fachlich hochkompetente Wissenschaftlerin, die sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung erfolgreich tätig ist. Die von ihr erarbeiteten Methoden und Parameter haben einen wichtigen und wesentlichen Beitrag für die Beurteilung der Ergebnisse der Empfindlichkeitsprüfung von Bakterien im klinisch-mikrobiologischen Labor geliefert.

Stipendien und Sachmittel

Ein einjähriges Stipendium erhält Lukas Stephan Demattio (Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere der Justus-Liebig-Universität Gießen) für sein Dissertationsprojekt „Untersuchungen zu Polymorphkernigen Neutrophilen Granulozyten im ovinen und caninen Kolostrum – Ermittlung des Vorkommens sowie der intra- und interspezifischen Variabilität". Die Tierarten Schaf und Hund sollen als Modell für unterschiedliche Plazentationstypen dienen. Die Untersuchungen sollen helfen, die Funktion des Kolostrums insgesamt besser zu verstehen.

Mit Sachmitteln wird Matthias Dourakas (Universitätsklinik für Wiederkäuer der Veterinärmedizinischen Universität Wien) für sein Projekt „Untersuchungen zu Speziesverteilung, Pathogenität und Resistenzprofil von Koagulase-negativen Staphylokokken (KNS) aus aseptisch entnommenen Schaf- und Ziegenmilchproben“ gefördert. Das Projekt beschäftigt sich mit weiterführenden und neuen Diagnoseverfahren bei der chronischen Mastitis von Milchschafen und Milchziegen. Mit innovativen diagnostischen Verfahren soll zur Verbesserung der Diagnostik und damit der Tiergesundheit und der Qualität der aus der Milch erzeugten Produkte beigetragen werden.

Ebenfalls mit Sachmitteln wird das Forschungsvorhaben „Einfluss des bovinen Trächtigkeitssignals Interferon-tau (IFNt) auf maternale hepatische Funktionen im Modell primärer Hepatozyten“ von Kai Endriß (Klinik für Rinder der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover) gefördert. Dabei soll mittels in vitro-Modell getestet werden, welchen Einfluss das bovine Trächtigkeitssignal Interferon-tau auf die maternale hepatische Funktion primärer boviner Hepatozyten in Makrophagen Ko-Kultur ausübt.